Remik, 50 Jahre

Dochten die Ferien im Jahr 2024 an. Etwas ist zerbrochen. Etwas ging schief. Remik fuhr in die Stadt, in der er einst lebte. Dort traf er "alte" Bekannte. Dann brach er seine Abstinenz. Wir finden ihn auf der Straße, geschlagen, in einem Rausch, unter Alkoholeinfluss.

August 2023. Remik wird im Haus des Heiligen Lazarus aufgenommen. Er meldete sich sofort zur Einzeltherapie an, da er wusste, dass er sie dringend brauchte. Schnell fand er Arbeit: Er hatte ein klares Ziel: Er wollte finanziell wieder auf die Beine kommen und unabhängig werden. Remik erwies sich als sehr geselliger Mensch. Der gute Kontakt zu seinen Mitbewohnern führte zu starken Bindungen. Wir erinnern uns auch gerne daran, wie engagiert er sich bei verschiedenen Aktionen unserer Stiftung einbrachte.

Dann kamen die Ferien im Jahr 2024. Etwas zerbrach. Etwas ging schief. Remik fuhr in die Stadt, in der er früher gelebt hatte. Dort traf er „alte” Bekannte. Da brach er seine Abstinenz. Wir finden ihn auf der Straße verprügelt, im Delirium, unter Alkoholeinfluss. Eine weitere Therapie. Nach deren Abschluss kehrte Remik ins Haus des Heiligen Lazarus zurück.

Er weiß bereits mehr über sich. Er möchte noch mehr als zuvor an sich arbeiten. Kurz darauf wird er Hausverwalter – die Bewohner wählten ihn als geselligen Menschen. Sie wissen, dass sie sich immer auf ihn verlassen können. Die berufliche Arbeit und die Verantwortung für sich selbst und andere führen Remik zu einer weiteren Entscheidung.

Der 10. November 2025 ist gekommen. Remigiusz zieht aus dem Haus des Heiligen Lazarus aus. Er hat eine Weile mit dem Gedanken gespielt: Ist es schon soweit? Er hat Geld beiseitegelegt, repariert, worauf er Einfluss hatte. Mit einem reinen Konto beginnt er die nächste Etappe seines Lebens. Wir verabschieden uns nicht. Wir werden weiterhin Kontakt halten. Remik ist extra heute gekommen, um Maciej (dem Präsidenten der Stiftung) für das Gute zu danken, das er erhalten hat, und für die Chance, die er zweifellos genutzt hat. Diese Geschichte zeigt, dass jeder eine Chance verdient hat. Sogar noch einmal.

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