Ich erinnere mich an die Zeit, als wir planten, das erste Haus des Heiligen Lazarus für Menschen zu gründen, die aus der Obdachlosigkeit und Sucht herauskommen. Das war vor 5 Jahren. Ich war bei der Pro Publico Foundation angestellt. Ich weiß, aus welchen Gründen wir dieses Haus gründen wollten. Ich wusste nicht, ob es funktionieren würde. Ich wusste nicht, was mich erwartete. Ich wusste nur, dass es notwendig war, um viele Leben zu retten.
Ich begann meine Arbeit mit dem Verfassen der Hausordnung. Ich musste wissen, wie ich wollte, dass sie funktioniert. Dann die Suche nach dem richtigen Gebäude. Das war nicht einfach. Die richtige Infrastruktur zu finden und dazu noch einen Eigentümer, der bereit ist, Menschen in Obdachlosigkeit und Sucht im Krisenfall zu helfen. Der Tag, an dem ich das Gebäude für das erste Lazarus-Haus fand, war der letzte Tag, den ich mir für die Suche vorgenommen hatte. Wir mussten dieses Haus ausstatten. Also die nächste Phase waren Sammlungen verschiedenster Möbel, Geräte, Ausstattungen, damit es ein Haus wird, das von Menschen für Menschen geschaffen wurde. Aus Liebe zur Liebe geschaffen. In der Zwischenzeit zogen die ersten beiden Bewohner ein. Wir hatten damals 9 Plätze.
Weitere 3 Jahre mussten vergehen, bis wir das zweite Haus des Heiligen Lazarus eröffneten. In der Zwischenzeit schlossen sich mir Iza sowie Andrzej, Małgosia und Michał an. Wir gründeten unsere eigene Stiftung. Gerade zogen die Nachbarn aus der Wand neben Haus Nr. 1 aus. Wir fragten sie, ob sie es mieten wollen. Aber zwei Häuser aus Spenden unterhalten? Die Hilfe für unsere Betreuten aus Spenden aufrechterhalten? Zwei Mitarbeiter aus Spenden bezahlen? Ist das möglich? Nun ja, es gab noch die Zahlungen der Bewohner, die sich an den Kosten für den Unterhalt des Hauses beteiligen. Das ist jedoch ziemlich riskant. Gab es Zweifel? Nein. Ich hatte nie einen Zweifel daran, dass ein zweites Haus des Heiligen Lazarus notwendig ist. Doch ich hatte Zweifel, ob wir ihn halten könnten. Das waren insgesamt 18 Plätze. Das ist viel. Die Kosten stiegen. Ich hatte Angst, aber ich wusste, dass es notwendig war, um denen das Leben zu retten, die sich an uns wenden.
Nach weiteren zwei Jahren drängten die Menschen in unsere Häuser durch Türen und Fenster. Wir hatten keinen Platz mehr. Uns fehlten die Mittel, ein drittes Haus zu eröffnen. Diesmal ist es zu riskant. Aber ein Anruf, ein zweiter, ein dritter… ein weiterer… Jedes Mal die gleiche Antwort: Wir haben keine Plätze mehr. Dies erinnerte mich an die Reise einer Frau namens Maria in die Stadt Bethlehem. Zusammen mit Josef und dem ungeborenen Kind suchten sie nach einem Ort für die Geburt des Sohnes. Und sie hörten überall: Wir haben keine Plätze mehr! Gott wusste, was er tat, als er dieses Ereignis in die Bibel aufnahm: Wir haben keine Plätze mehr. Es klang eine Weile in meinen Ohren. So fand Gott einen Weg, mich zu überzeugen, das dritte Haus des Heiligen Lazarus zu eröffnen, und gab mir gleichzeitig das, was dafür benötigt wird.
Hatte ich Angst, dass ich mir finanziell drei Häuser und unzählige Schützlinge, denen wir das Leben retten können, nicht leisten kann?
Ja. Ich hatte Angst bis heute.
Für die Stabilität der Hilfe für Menschen in Obdachlosigkeit sind kontinuierliche, umfassende Unterstützung und regelmäßige Spenden erforderlich. Aber das ist das Ende!
Ende der Ängste! Warum?
Ich trafte mich mit Freunden (Grüße an Maria und Krzysztof sowie Agata und Rafał), die mich daran erinnerten, welche große Macht Christus hat. Sie erinnerten mich daran, wen Gott anstelle von Judas in den Kreis der Apostel berief: Das war Matthias. Sie erinnerten mich daran, dass Gott alles vermag und ich aus mir selbst nichts tun kann! Und deshalb ist es Schluss!
Das ist das Ende! Denn Gott gibt dir auch mich!
Du! Der/die dies liest – wenn du bis zum Ende durchgehalten hast – überlege, ob es sich lohnt.
Lohnt es sich, jemandes Leben zu retten?
PKO BP Konto-Nr. 45 1020 4027 0000 1902 1708 8736,
Betreff der Zahlung: Spende für statutare Zwecke
Das ist das Ende des Beitrags.
Maciej Białka
Vorsitzender der Stiftung Dobro się Niesie


